Interview mit Prof. Dr. Stadtmann zum ProfAward 2013

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Der Gewinner des diesjährigen ProfAwards Professor Doktor Georg Stadtmann hat sich nach der Preisverleihung Zeit für uns genommen, um noch einige Fragen zu seinem Sieg, dem vergangen Semester und zukünftigen Projekten für uns zu beantworten.

Stadtmann Profaward

Prof. Dr. Stadtmann – stolzer Gewinner des ProfAwards 2013

Herr Prof. Stadtmann, herzlichen Glückwunsch! Sie sind der beste Professor der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und da wir wissen, dass unsere Fakultät die beste von allen ist, sind Sie damit der beste Professor der Viadrina. Wie fühlt man sich mit diesem Titel und dem Pokal in der Hand?

Prof. Dr. Stadtmann: Ich muss sagen, ich fühle mich großartig. Es ist eine Anerkennung für die Leistung derjenigen Menschen, die es direkt betrifft. Es ist einfach schön zu sehen, dass die Studierenden das honorieren – den Einsatz, den man gezeigt hat. Da bekommt man etwas zurück.

Haben Sie insgeheim mit dem Titel gerechnet?

Prof. Dr. Stadtmann: Ja, klar. Ich wüsste nicht, wer ihn sonst verdient hätte 😉 „Es ist einfach sehr schwer bescheiden zu bleiben, wenn man weiß, dass man der Größte ist“ (M. Ali).

Haben Sie schon einen Platz für die Trophäe? Sicherlich einen, der von den anderen Professoren auch gesehen wird mit einen großen Portrait von Ihnen.

Prof. Dr. Stadtmann: Wenn der Name eingraviert ist, dann werden wir natürlich einen guten Standort finden. Am besten irgendwo im GD, sodass jeder daran vorbeilaufen muss. Alle, die zum Essen in die Mensa gehen, werden dann den Pokal sehen und gerade die Professoren sollen dabei Motivation schöpfen, um im nächsten Jahr mehr Gas zu geben.

Auf welche von Ihnen geleistete Arbeit aus dem letzten Jahr sind Sie besonders stolz?

Prof. Dr. Stadtmann: Beim ViaRunning gab es einen neuen Teilnehmerrekord mit einer super Atmosphäre. Wobei ich ja nur eine Schirmherr-und Koordinatorenfunktion für die eigentlichen Organisatoren inne habe, für die Studierenden, die das organisieren. Ich finde es schön, dass es weitergeht und immer größer und besser wird. Die eigene Laufleistung war natürlich unterirdisch. Dass der Herr Bolle mich noch überholt hat, nagt sehr an mir. Aber das wird es im nächsten Jahr nicht mehr geben.

Und was ist im letzten Jahr nicht so gut gelaufen?

Prof. Dr. Stadtmann: Ich weiß es nicht genau, aber im Kurs Macroeconomics (IBA) ist die Bewertung nicht so gut ausgefallen, weil einige Leute zu spät kamen. Die bekommen dann immer das direkte Feedback und mögen das natürlich nicht. Anschließend fällt meine Bewertung dann nicht sonderlich gut aus. Damit setze ich mich dann schon auseinander: hat man jetzt richtig reagiert oder muss ich wirklich jeden anzählen, der zu spät kommt oder nur jeden zweiten? Das beschäftigt mich schon.

Merkt man unter den Professoren in Sachen Lehre und Forschung einen gewissen Konkurrenzkampf oder läuft es eher kollegial ab?

Prof. Dr. Stadtmann: In der Lehre gibt es meiner Meinung nach keinen Konkurrenzkampf, zumal man überhaupt nicht weiß, was und wie die Kollegen und Kolleginnen lehren. In der Forschung schaut man schon eher, wer was veröffentlicht. Von einem großartigen Konkurrenzkampf würde ich aber nicht sprechen. Die guten Leistungen der anderen Professoren erkennt man aber schon an, sodass man zum Beispiel sagt „Gute Platzierung im Handelsblattranking, Herr Eisend.“ Da lobt man sich dann schon gegenseitig.

Wo sehen Sie bei sich persönlich noch Verbesserungsbedarf?

Prof. Dr. Stadtmann: Es wäre gut, wenn man sich insgesamt noch einmal koordinieren würde. Man muss besser darüber Bescheid wissen, was die Studierenden in anderen Fächern lernen und welche Ziele dort gesteckt werden. Damit hätte man eine Art Bausteinsystem, auf dem man aufbauen kann. Dabei sollte ich mich mehr über die anderen Vorlesungen informieren, um zu erfahren, welcher Stoff dort bereits behandelt wurde. Wenn die Studierenden mir im dritten Semester sagen, sie hätten noch nie etwas von Diskontierung gehört, dann bin ich natürlich arg verwirrt. Wenn ich mich dann nämlich bei den Anderen erkundige, dann sagen sie mir, dass es hier und da doch schon vorgekommen sei. Und da wäre es eben besser, wenn ich selbst bereits informiert wäre, dass es in der Einführungsphase auf dem und dem Slide gelaufen ist. Es sollte also jeder Professor mehr Informationen zu anderen Veranstaltungen haben, damit alle auf demselben Stand sind.

Welche nächsten Projekte stehen bei Ihnen an?

Prof. Dr. Stadtmann: Urlaub!

Wo soll es denn hingehen?

Prof. Dr. Stadtmann: „Batzelona“ und Lloret de Mar.

Als erster Titelträger in der Geschichte des ProfAward können Sie im Jahr 2014 auch der erste Titelverteidiger werden. Was werden Sie unternehmen, damit Sie den Preis auch im nächsten Jahr in den Händen halten?

Prof. Dr. Stadtmann: Unter Umständen werde ich einen neuen Kurs in der Profilierungsphase anbieten: Exchange Rate Trading. Aber das überlege ich mir noch im Urlaub.

Herr Prof. Stadtmann, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Interview wurde geführt von Caroline Knapczyk.

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